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Selbstmotiviert studieren – 6 Tipps für neue Motivation im Studium 

Selbstmotiviert studieren – 6 Tipps für neue Motivation im Studium 

Es ist 13:00 Uhr.

Du liegst im Schlafanzug in deinem Bett.

Dein Zimmer ist hell, denn die heruntergelassenen Verdunklungsrollos halten nicht, was sie versprechen. Trotzdem willst du nicht aufstehen.

Du weißt auch genau, woran es liegt, dass du einfach nicht aus den Federn kommen willst. Du steckst im letzten Drittel deiner Prüfungsphase und musst lernen. Du musst dich an deinen Schreibtisch setzen und endlich anfangen, etwas für die Uni zu tun.

Doch du liegst lieber im Bett. Deine Energie ist aufgebraucht. Was dir fehlt, ist Motivation.

Und zwar die Motivation, die dir einen richtigen Tritt in den Hintern verpasst und dir neuen Schwung verleiht. Die Motivation, die dich auch die letzten Klausuren für dieses Semester gut bestehen lässt. Die Motivation, die dafür sorgt, dass du endlich aus deinem Bett herauskommst und anfängst zu lernen.

Jeder Student kennt diese Situation. Motivationstiefs gehören zu einem Studium dazu wie Tonic zu Gin. Insbesondere während längerer Prüfungsphasen oder während des Schreibens von Studien- und Abschlussarbeiten leiden viele Studenten unter akut auftretender Motivationslosigkeit.

Doch keine Sorge – es gibt einen Weg raus aus dem Bett. Es gibt Möglichkeiten, dich auch in schwierigen Phasen deines Studiums immer wieder aufs Neue zu motivieren. Und wie das geht, zeige ich dir jetzt.

6 Tipps für neue Motivation im Studium

Herzlichen Glückwunsch, heute beginnt ein neuer Abschnitt deines Lebens. Ab heute startest du jeden Tag deines Studiums mit Elan und Motivation. Die folgenden sechs Tipps helfen dir dabei.

Tipp #1 Denke an deine Vision!

Eine Vision ist ein fixes Bild von dir selbst. Wer möchtest du einmal sein? Was möchtest du darstellen? Wie hoch soll es für dich auf der Karriereleiter gehen?

Erschaffe eine ganz persönliche Zukunftsvision, die du schriftlich festhältst und so platzierst, dass du sie immer wieder siehst. Führe dir vor Augen, was du erreichen möchtest nach deinem Studium und in deinem Leben. Ein festes Bild von dir in deiner Zukunft hilft dir dabei, dich im Hier und Jetzt zu motivieren.

Versinke allerdings nicht in abgehobenen Träumereien, sondern kreiere ein realistisches Zukunftsszenario deiner Person. Überlege dir, was du tun und welche Schritte du gehen musst, um deine Zukunftsvision wahrwerden zu lassen.

Tipp #2 Hab’ immer einen Plan!

Planen im Studium ist wichtig. Einen guten, schriftlichen Plan in der Tasche zu haben, ist essentiell für deine Motivation im Studium und die Grundlage für eine erfolgreiche Unilaufbahn.

Dazu benötigst du an erster Stelle einen Studienverlaufsplan. Diesen findest du in allgemeingültiger Form in deiner Prüfungsordnung, so dass du ihn ganz leicht an deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst. Zu Semesterbeginn stellst du zusätzlich noch einen Semesterplan auf, der sich an deinem Studienverlaufsplan orientiert und deine Semesterziele beinhaltet.

So brichst du das Ganze weiter herunter und erstellst einen Lernplan für deine Lernphase im jeweiligen Semester. Daraus ergeben sich deine To-dos für jede Woche und jeden Tag. Wichtig: Vergiss Freizeit und Pufferzeiten nicht!

Tipp #3 Wecke deine Neugierde!

Überlege dir, welche Aspekte deines Lernstoffes dich am meisten interessieren. Vielleicht fallen dir Unterthemen ein, die in deinem Material kaum behandelt werden – so wie du dir das eigentlich wünschen würdest. Vielleicht gibt es in deinen Unterlagen Theorien, deren praktische Anwendung du gerne verstehen möchtest.

Wecke deine Neugierde und gehe ein Extrastück. Mache dir ein klein wenig mehr Arbeit und recherchiere im Internet, schaue dir Videos oder Filme an, höre einem Podcast zu oder suche dir Case Studies und Anwendungsfälle heraus.

Im trockenen Unialltag kommen spannende Anwendungen häufig zu kurz. Fülle diese Lücken eigenständig und dein Interesse am Stoff wird durch die Decke gehen.

Tipp #4 Arbeite mit Belohnung und Bestrafung!

Manchmal, wenn die Motivation einfach nicht kommen will, musst du zu etwas härteren Mitteln greifen und für Anreize von außen sorgen. Dafür eignen sich Belohnungen und Bestrafungen besonders gut.

Belohne dich für geschaffte Aufgaben mit etwas Reizvollem. Dabei kann es sich um ein tolles Essen, ein Treffen mit Freunden, das Durchackern einer Serie, Sport, Blumen, Klamotten oder ein Buch handeln – was immer dir einfällt. Belohnen kannst du dich nach Teilaufgaben, nach einem erfolgreichen Lerntag und zum Abschluss deiner Lernphase. Je länger der geschaffte Abschnitt, desto größer darf auch die Belohnung ausfallen.

Wenn auch die in Aussicht gestellten Belohnungen nicht helfen, bringen dich möglicherweise Bestrafungen ans Ziel. Wenn du wieder einmal prokrastinierst wie ein Weltmeister und dich deine Motivation im Studium verlassen hat, lege Bestrafungen für dich fest. Setze dir ein Ultimatum für ein Ziel, welches du erreichen möchtest, und stelle dir eine Strafe in Aussicht, die richtig weh tun wird, solltest du dein Ultimatum nicht einhalten. Dabei kann es sich um die Stornierung deines Urlaubs, ein Kontaktverbot für einen wichtigen Menschen oder um Partyverbot fürs nächste Semester handeln.

Tipp #5 Verlasse dein Zimmer!

Suche dir einen anderen Lernort als dein Zimmer und begib dich in einen öffentlichen Raum. In der Öffentlichkeit, wie der Bibliothek, einem Lernraum an der Uni oder einem Café, stehst du unter Beobachtung. Alle Menschen um dich herum haben einen Blick auf dich und kontrollieren, ob du fleißig bist.

Am wirkungsvollsten ist diese Methode, wenn du dich mit engagierten Lernpartnern triffst und ihr euch gegenseitig kontrolliert. Unter Beobachtung möchtest du beweisen, was in dir steckt. Du möchtest nicht faul erscheinen und kommst deswegen ganz automatisch ans Arbeiten.

Tipp #6 Überliste dich!

Überliste dich mit der 5-Minuten-Taktik. Sage dir selbst, dass du dich nur für fünf Minuten an den Schreibtisch setzen musst. In diesen fünf Minuten beschäftigst du dich intensiv mit deiner Aufgabe. Wenn fünf Minuten am Schreibtisch vergangen sind und du partout nicht weitermachen möchtest, hörst du einfach wieder auf.

Wenn du erst einmal den Weg zum Schreibtisch gegangen bist, den Stift in die Hand genommen hast und eine erste Aufgabe angegangen bist, willst du sicher nicht zurück ins Bett. Denn du hast dich bereits überwunden und den Grundstein für einen erfolgreichen Unitag gelegt.

Fazit

Jeder Student kämpft hin und wieder mit Motivationsproblemen – doch dagegen kannst du etwas tun. Wie du dich auch in schwierigen Phasen deines Studiums selbst motivieren kannst, habe ich dir in diesem Artikel gezeigt.

Am besten ist es, wenn du dir deine Ziele in Erinnerung rufst: Wer möchtest du mal sein? Was musst du tun, um deine Ziele zu erreichen? Was interessiert dich besonders an deinem Studium?

Habe ein festes Bild von dir, deinen Plänen und Zielen vor Augen. Dann kommt die Motivation aus deinem tiefsten Inneren und du kannst gar nicht anders, als dich an den Schreibtisch zu setzen und loszulegen.

Manchmal benötigst du aber auch eine Aufstehhilfe der besonderen Art. Dann will die Motivation einfach nicht aus dir herauskommen und du musst tiefer in die Trickkiste der Selbstmotivation greifen. Doch auch das wird dir mit den Tipps von oben gelingen.

In jedem Fall gibt es einen Weg aus dem Bett heraus – auch für dich!

Gastautorin Nadine von studienscheiss.de ist ausgebildete Lehrerin und hat lange an der Uni gearbeitet. Auch bei Studienscheiss unterstützt sie Studenten dabei, glücklich und erfolgreich durchs Studium zu kommen. Übrigens hat Studienscheiss etwas für dich, wenn du auf der Suche nach Motivation im Studium bist: Das Arschtritt-Buch.

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