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So bereite ich mich auf das Examen vor

Wenn man diese Frage stellt, so wird euch jeder etwas anderes sagen. Hier soll ein kurzer Überblick über mögliche Vorbereitungen gegeben werden. Welche Art und Weise der Vorbereitung ihr wählt, ist ganz euch und euren Vorlieben überlassen. Ein Patentrezept gibt es nicht, daher müsst ihr auf Erfahrungen während des Studiums bezüglich eurer besten Lernmethode zurückgreifen.

In der Examensvorbereitung gilt es, komplexe juristische Themen so gründlich und trotzdem so schnell wie möglich zu erarbeiten und zu erlernen. Dabei gibt es verschiedene Ansätze und Möglichkeiten. Hierbei sollen im Folgenden die Möglichkeiten der Repetitorien, der Vorbereitung ohne ein solches „Rep“ und die allgemeinen Vorbereitungen, die ihr in jedem Fall treffen solltet, erwähnt werden.

Wie bereite ich mich auf das Staatsexamen vor?

Egal, ob man „Rep“ gemacht hat oder nicht, sollte man einige Dinge beachten. Das Lernen ist bei allen Vorbereitungen unabdingbar. Dafür braucht ihr  Durchhaltevermögen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ihr eure Examensvorbereitung angehen könnt. Das hängt sehr davon ab, was ihr für ein Lerntyp seid und welche Voraussetzungen ihr bereits mitbringt.

Als allgemeine Tipps können jedoch jedem von euch folgende Vorschläge zur Seite gestellt werden:

Ohne lernen kommt ihr leider nicht zum gewünschten Erfolg. Auch beim kurzen Lernen ist das wirkliche Lernen unabdingbar. Dabei solltet ihr euch Lernstrategien entwickeln. Ihr solltet, wenn ihr nicht wisst, was euch am ehesten liegt, nicht zu eintönig lernen, sondern euch viele verschiedene Wege zu suchen, um euch Wissen „einzuflößen“.

Zum einen ist es ratsam, sich in der Examensphase einen Überblick zu verschaffen, was ihr lernen müsst, was ihr vielleicht bereits schon könnt und was dringend Nachholbedarf in Anspruch nimmt. Es gibt verschiedene Methoden, um das herauszufinden. Die einfachste ist dabei, euch einen Plan zu machen, was im Examen alles von euch gefordert wird oder, falls ihr Rep gemacht habt, den Stoff, der im Rep behandelt wurde euch anzusehen. Überlegt dabei, was ihr gut könnt und was eher schlecht. Falls ihr das noch nicht wisst, so könnt ihr es anhand von Klausuren herausfinden, die ihr nebenbei schreibt.

Solche Klausuren solltet ihr aber auch in jedem anderen Fall zur Examensvorbereitung schreiben. Dabei kommt es nicht unbedingt auf pures Wissen an, sondern ihr lernt dabei, wie ihr euch eure Zeit einteilen müsst, zum Beispiel für das Anfertigen der Lösungsskizze, damit ihr gut mit der Klausur fertig werdet. Weiterhin lernt ihr das Schreiben. Dies muss auch gelernt sein. Zwar bekommt ihr in den ersten Semestern einen guten Blick für den Gutachtenstil, jedoch sind diese Zeiten bei euch sicher schon ein Weilchen her und ihr habt wahrscheinlich in der Zwischenzeit nicht mehr allzu viele Klausuren geschrieben. Ihr braucht ein Gefühl dafür, welche Themen ihr innerhalb einer Klausur problematisieren müsst und welche ihr schnell abhandeln könnt. Das übt sich leider nur durch das Schreiben von Klausuren. Lasst euch dabei vor allem nicht davon verunsichern, dass euch Dozenten oder andere Studierende erzählen, wie viele Klausuren man bis zum Examen geschrieben haben solltet. Schreibt einfach so viel ihr könnt! Seid dabei bitte auch umsichtig, was das Schreiben von Klausuren angeht. Es gibt viele Fälle, in denen die Examenskandidaten durch übermäßiges Schreiben ihre Handgelenke überlastet haben, sodass sie während der Kampagne unter Schmerzen ihre Klausuren schreiben mussten. Also: Schreibt Klausuren – nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel. Findet ein gesundes Mittelmaß. Dieses kann bei 1-3 Klausuren pro Woche liegen. Hierbei müsst ihr jedoch für euch selbst entscheiden, wie viel Zeit ihr innerhalb eures Lernplans habt, um Klausuren zu schreiben.

Weiterhin solltet ihr eine für euch geeignete Lernstrategie entwickeln. Um euer Wissen zu vergrößern, also zu lernen, gibt es auch verschiedene Methoden. Hierbei kommt es wieder darauf an, welcher Lerntyp ihr seid. Wie ihr sicherlich schon des Öfteren gelesen habt, gibt es die verschiedene Arten sich Wissen einzuprägen: Lesen, Hören, Schreiben. Wenn ihr alle drei kombiniert, seid ihr auf der sicheren Seite, falls ihr nicht wissen solltet, welche Methode bei euch am einprägsamsten ist.

Wie ihr schon bemerkt habt, ist bezüglich der Examensvorbereitung eine Menge zu lernen. Dabei kann es leicht passieren, dass man dem Ganzen etwas überdrüssig wird. Auch das solltet ihr beachten. Viele Studierende fallen in der Examensvorbereitung in eine Art „Examensdepression“. Das äußert sich zumeist darin, dass man keine Lust mehr zum Lernen hat, man recht motivationslos durch das Leben geht. Dabei könnt ihr folgendes beachten, um bei eurem Lernaufwand nicht erst in diese „Depression“ zu rutschen:

Ihr solltet in euren Lerntag genügend Pausen einplanen. Dabei ist es egal, wie lange diese Pausen dauern. Sie sollten ausreichend sein, um euren Kopf frei zu bekommen. Unterhaltet euch mit euren Freunden. Am besten über nicht-juristische Themen. Setzt euch an die frische Luft und genießt auch mal das Wetter. Es ist zwar umso schwerer sich zu überzeugen, dann auch wieder in die Bibliothek oder zurück an den Schreibtisch zu gehen, aber es lohnt sich trotz allem. Ihr bekommt dadurch mal eine Verschnaufpause vom Lernen und die ist sehr wichtig. Natürlich solltet ihr trotz allem darauf bedacht sein, dass eure Pausen nicht endlos lang werden. Auch wenn es schöner ist mit Freunden Kaffee zu trinken, solltet ihr nicht das Ziel aus den Augen verlieren. Immerhin arbeitet ihr auf euer Examen hin.

Ihr solltet ebenso einen für einen ausreichenden Ausgleich in eurer Freizeit sorgen. Dies kann Sport sein oder regelmäßiges Treffen mit Freunden. Was es genau ist, ist dabei egal. Hauptsache ist, ihr kommt mal aus dem Lernstress raus und ein wenig weg von Jura. Viele Studierende sagen, dass sie vor allem Ausgleich im Sport finden. Dabei gelingt es ihnen, sich richtig auszupowern und somit den Lernstress zu vergessen. Anderen ist es wichtig, private, also nicht-juristische Bücher zu lesen. Damit bezwecken sie, dass sie dem Lesen an sich, was einen Großteil des Alltags einnimmt, nicht überdrüssig werden. Außerdem hilft auch das Lesen privater Bücher den Jura-Alltag zu vergessen. Manche Studierenden gehen in ihrer Freizeit auch arbeiten und sehen das als guten Ausgleich an, da sie auf Arbeit mit Nicht-Juristen zu tun haben. Ihr seht, man kann auf vielen verschiedenen Wegen Ausgleich schaffen. Welchen Weg ihr wählt, bleibt allein euch überlassen.

Vielen Studierenden hilft auch, dass sie eine Routine bzw. eine Gewohnheit beim Lernen haben. Beispielsweise der immer gleiche Ablauf der Tage oder der immer gleiche Sitzplatz. Es klingt banal, aber vielen hilft ein gewisser fester Punkt dabei, bei der Stange zu bleiben. Dabei ist die Gewohnheit eine Arte Hilfe zur Selbstdisziplin. Vielen hilft dann auch die Gegenwart von Kommilitonen, die ebenfalls für das Examen lernen und somit Leidensgenossen sind, die man nicht im Stich lässt.

Punkteskala für das Erste juristische Staatsexamen

14,00 – 18,00                sehr gut

11,50 – 13,99                gut

9,00 – 11,49                  vollbefriedigend

6,50 – 8,99                   befriedigend

4,00 – 6,49                   ausreichend

1,50 – 3,99                   mangelhaft

0 – 1,49                        ungenügend

 

 

  • Die Vorbereitung auf die Schriftlichen Prüfungen – Klausuren

 

  • Die Vorbereitung auf die Mündliche Prüfung

 

 

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